Leitbild

Schulleitbild der Tiroler Sonderpädagogik
 
Jeder Mensch ist in seiner Gesamtheit und Würde wertvoll und
einzigartig. Als soziales Wesen lebt er mit seinen Stärken und Schwächen in
Gemeinschaften und übernimmt damit die Verantwortung Hilfe anzunehmen und im
Rahmen seiner Möglichkeiten Unterstützung zu geben. Er hat das Bedürfnis, sich
wirksam zu erfahren und mit Wertschätzung wahrgenommen zu werden.
Jeder Mensch lebt mit seiner eigenen Geschichte, seinen Ängsten und Hoffnungen
und ist ausgerichtet auf eine sinnerfüllte und selbstbestimmte Zukunft.
 
Lehren in der Sonderpädagogik heißt, ein am einzelnen Kind
orientiertes Lernangebot mit speziellen Methoden bereitzustellen, wobei eine
positive Grundhaltung gegenüber den Entwicklungsmöglichkeiten jedes Schülers
besteht. Unter Bedingungen, in denen sich Kinder wohl fühlen, werden
Bildungsinhalte vermittelt sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten eingeübt und
angewendet. Ausgehend vom Entwicklungsstand des Kindes werden größtmögliche
Selbstständigkeiten und Selbstbestimmtheit angestrebt. Individuelle Förderung
und Therapie ergänzen das schulische Lernen. Der Übertritt in die Arbeitswelt
wird bestmöglich vorbereitet und begleitet.
Lernen, Förderung und Therapie
werden als ganzheitliches Bemühen um die Entwicklung des Kindes
betrachtet.
 
Sonderpädagogisches Handeln erfordert ein Netzwerk, in
dessen Mittelpunkt der Mensch mit seinen besonderen Bedürfnissen steht. Es gilt,
so früh wie möglich, gegebenenfalls beginnend bei der Geburt und lebenslang,
Personen und Institutionen einzubinden, die seinem Menschensein förderlich sind.
Um Ressourcen bestmöglich zu nützen und tatsächliche Bedürfnisse sowie das
Ausmaß an Unterstützung aufeinander abstimmen zu können, muss dieses Netzwerk
flexibel und tragfähig sein.